Alkohol – Der Grund und die Lösung der meisten Probleme

Wieso Singel Flaschen Club:
Alle unsere Mitglieder werden oft mit Wein beschenkt. Öfters ein guter Tropfen, auf den man(n) sich freuen kann. Eine Flasche Wein die für den Beschenkten ein unbekannter Wein enthält. Dieser würde er gerne probieren, aber zu welcher Gelegenheit? Wir sind Gelegenheitstrinker und öffnen nicht täglich eine Flasche Wein. Wir sind also weder Alkoholiker noch möchten wir uns einfach den Kopf zu dröhnen. Demzufolge bleibt  der Wein oft im Keller liegen und wird vergessen. Wie schade für alle Beteiligten.

Also nochmals, zu welchem Anlass soll man nun diese Flasche öffnen? Nach der Arbeit? Am Wochenende? Mit Besuch? Nein, im Club: Jedes  Mitglied informiert sich über den Wein und trägt die gesammelten Nachrichten den Kollegen vor. So lernen wir alle etwas über einen „neuen“ Wein und können diesen bei Gefallen auch beim entsprechenden Händler bestellen. Diese Informationen und unser Eindrücke veröffentlichen wir hier im www.Saufbook.ch damit auch nicht Mitglieder von unseren Erfahrungen profitieren können.

Unser Ziel ist es, eine Datenbank von Weinen und den hinterlassenen Eindrücken zu erhalten. Es liegt uns fern, einen Weinhändler oder Winzer zu denunzieren, die Bewertungen beruhen einzig und alleine auf unseren Eindrücken, die wir während des Trinkens erhalten haben. Subjektive Einflüsse können wir selbstverständlich nicht ausblenden. Ebenfalls möchten wir betonen, dass keines der Mitglieder in irgendeiner Form wirtschaftlich vom Vertrieb oder Herstellung von Wein abhängig ist noch von der Publikation der Beurteilung.

Wir wünschen allen Lesern und Besuchern viel Spass auf unserer Seite und Freuen uns, Eure Anregung, Rüge oder Lob zu erhalten.

Also Vorsicht, bevor Ihr einen schlechten Wein verschenkt, er könnte plötzlich hier Veröffentlicht werden.

SFC – SingelFlaschenClub
www.saufbook.ch

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Schon bald ist wieder…

… Expo-Vina:

Wir werden am 02.11. auf den Schiffen sein.

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Gastbericht aus Thailand

Nach dem Frühstück, d.h. dem lausigen Kaffee im Hotel fahren wir als Gruppe (11 Personen) ca.  eine Stunde bis in die Hua Hin Hills zum Monsoon Valley Weingut.

Dort angekommen, werden wir in zwei kleineren Gruppen mit einem Jeep etwa 15 Minuten durch die Weinberge gefahren. Wirklich beeindruckend finde ich, dass dort teilweise mit Elefanten gearbeitet wird, wer kennt denn schon einen Weinberg mit Elefanten ??

Eine in Thailand arbeitende Deutsche macht in ihrem Heimatland Schlagzeilen. Renommierte Medien wie der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, Westdeutsche Zeitung und der Kölner Stadtanzeiger, aber auch „Vinum“, Fachzeitschrift der Weinliebhaber und Weinkenner, haben in ihren Printausgaben oder online Kathrin Puff Berichte gewidmet.

Die 30-jährige Krefelderin arbeitet seit dem Jahr 2007 für die Siam Winery mit der Zentrale in Samut Sakhon. Die Kellermeisterin hat die Erfolgsgeschichte der seit sieben Jahren existierenden Eigenmarke Monsoon Valley mitgeschrieben.

Angestoßen hat diese Erfolgsgeschichte Chalerm Yoovidhya. Der Erfinder des Energiegetränks Krating Daeng/Red Bull gilt als leidenschaftlicher Weinliebhaber. Seine Vision war, Weinanbau im tropischen Thailand zu entwickeln. Der Multi-Baht-Milliardär gründete im Jahr 1982 die Siam Winery. Europäische Winzer wunderten sich über den weinseligen Optimisten, der dort Wein anbauen ließ, wo er bisher nur getrunken wurde. Die Entwicklung schien den Fachleuten Recht zu geben. Die ersten Versuche scheiterten. Bis Mitte der 1990er Jahre produzierte das Weingut die süße, bei Thais beliebte Weinbrause „Spy Wine Cooler“. Inzwischen hatte sich Chalerm Yoovidhya einen ausländischen Experten ins Boot geholt. Siam Winery setzte fortan auf wärmeresistente Gewächse, und mit Hilfe des Franzosen Laurent Metge-Toppin hatte 1997 mit dem „Chatemp“ der erste eigene Wein Premiere. Vier Jahre später gab`s für „Chatemp“ die erste Auszeichnung.

In den folgenden Jahren stieg die Weinanbaufläche rapide. Heute ist das Weingut mit mehreren hundert Mitarbeitern das Größte Südostasiens. Die in Thailand kultivierten Trauben Malaga Blanc und Pok Dum wachsen im Flussdelta des Chao Phraya bei Samut Sakhon, einem „Schwimmenden Weinbaugebiet“ rund 40 Kilometer südlich von Bangkok. Shiraz, Colombard und Chenin Blanc kommen aus den Weinbergen in Pak Chong (Nakhon Ratchasima), Reben der Sorten Shiraz, Grenache Noir und Mourvedré wachsen in den Hua Hin Hills.

In enger Zusammenarbeit mit der Royal Research Station Huay Sai werden auf über 250 Rai über 20 Rebsorten gezüchtet, darunter Colombard, Muscat und Tempranillo, aber auch Tafelweintrauben. Die Rebstöcke stehen auf sandigen, mit Mineralmehlen aus Schiefer durchsetzten Böden.

Die bis zu 200 Meter hohen Weinberge zählen zu den touristischen Attraktionen für Urlauber in Hua Hin und Cha-am.

Es werden Trauben aus Hua Hin, Samut Sakhon und Nakhon Ratchasima gekeltert und zu „New Latitude Wines“ verarbeitet, also zu Weinen aus anderen Breitengraden. Siam Winery mit einer Jahresproduktion von über 25 Millionen Litern straft europäische Traditionalisten Lügen, die darauf schwören, dass guter Wein nur zwischen dem 30. und 50. Breitengrad gedeiht. Nicht also im schwül-heißen Thailand am 13. Breitengrad.

Die deutsche Kellermeisterin sieht edle Tropfen aus dem Königreich auf dem Vormarsch und verweist auf Expertenmeinung. Bei Blindverkostung haben selbst Weinpäpste dem Monsoon Valley eine bemerkenswerte Qualität zugestanden. Die Anerkennung gipfelte in mehreren Auszeichnungen, wie bei der „Vin Austria Wine Challenge“ und der „Mundus Vini“ in Deutschland.

Sie ist verantwortlich für drei Premium-Weine, den weißen Shiraz, einen roten Shiraz und einen Colombard. Monsoon Valley gibt`s seit dem Jahr 2003, wird heute in die USA sowie nach Japan und Europa exportiert und ist in vielen 5-Sterne-Hotels des Landes erhältlich. Natürlich hat auch die deutsche Fachfrau erkennen müssen, dass Weinbau in Thailand eine Wissenschaft für sich ist. Da die Sonne täglich zwischen 18 und 19 Uhr untergeht, bekommen Reben und Trauben erheblich weniger Licht als in einem europäischen Sommer. Ein weiterer Nachteil des feuchtwarmen Klimas: Reben wachsen schnell und müssen ständig geschnitten werden. Die Pflege der Weinberge ist arbeitsintensiv.

In einem aus Holz und viel Glas errichteten Pavillon sitzen wir nun endlich, genießen den weiten Blick auf die Weinberge  und erwarten unsere Degustation, wobei wir Proben von Shiraz, Grenache noir und Mourvedré erhalten sollen.

Leider ist dies hier mit keinerlei Wein Degustationen in Europa zu vergleichen. Sollten wir doch über den Weinbau im tropischen Thailand informiert werden, was aber irgendwie komplett ausfällt und die Weinproben werden als Sets gegen Bezahlung angeboten, d.h. kleines Set 2-3 Weine u.s.w.

Meine Freunde und ich machen dann eben kurzen Prozess, wir bestellen alle ein anderes Glas Weißwein, lassen dieses jeweils rundumgehen und degustieren so. Anschließend stürzen wir uns auf den Rotwein, leider sind es deren nur zwei, aber zusammen mit einem gemischten Käse-Plättchen sind wir ganz zufrieden.

Übereinstimmend sind wir nicht begeistert. Keiner der Weißweine hat uns überzeugt, am ehesten noch der White Shiraz, was eigentlich ein Rosé-Wein ist. Die zwei Rotweine finden wir ganz okay, aber nicht überragend und keines Falls dem Preis entsprechend.

Ein kleines Highlight erstaunlicherweise ist der sogenannte Muskateller, der zwar in keinster Weise, dem uns bekannten entspricht, aber eine zurückhaltende Süße mit einer ganz interessanten Säure zeigt.

Um ca.15:00 sind wir wieder zurück im Hotel – Siesta ist angesagt, etwas chillen oder relaxen oder was auch immer.

Herzlichen Dank für den Einblick einer Degustation in Thailand geht an Evelyne! Wir sind gespannt aus welchen Winkeln dieser Welt uns weitere Berichte erreichen!!

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Eine Reise zu und mit Freunden

Als erstes möchten wir uns bei unseren Gastgebern Silvia und Don Harry bedanken. Wir konnten dank Euch und Eurer Gastfreundschaft ein sensationelles Wochenende im Tessin erleben!!

Bereits am Bahnhof wurden wir von Don Harry mit dem Mannschaftsbus der Unihockey Collonia D’Oro abgeholt und zwecks einchecken mit den anderen SFC’ler zu unserem Hotel geführt.

Die erste Degustation fiel leider ins Wasser; was man so auch nicht sagen kann, wir wurden von …… (Don Harry bitte um Name J) nach einer interessanten Kurzführung durch den Weinkeller reichlich beschenkt!!

Bei Adriano Kaufmann wurde uns klar, wieso ein Wein in der Schweiz nicht wie in anderen Ländern für ein Apfel und ein Ei hergestellt und vertrieben werden kann. Wir bedanken uns nochmals für die spannenden Ausführungen und den gereichten Wein (auch wenn ein Obolus geleistet worden ist…)

In der Casa Don Harry wurden wir dann richtig verwöhnt:

Original Tessiner-Platte (wer hier von Plättchen spricht lügt!)
Spare-Rips
Risotto
Salat
Würste

Führung durch das Anwesen und vor allem Wein- / Spirituosen-Keller
Besichtigung Soundanlage !!

Immer in Form einer Magnum:
i Prandi
Château L’Afrique – Côte de Provence N’2 – 2013
Pio della Rocca – 2004 // ganz wichtig: nicht jünger trinken! Das Warten lohnt sich!!
Château Beauregard Garaves 2006
Château Beauregard Pomerol  2004
Château Bel-Air Bordeaux Superieur  2006

Dank dem breiten Wissen von unserem Gastgeber Don Harry wurden wir hervorragend unterhalten und teilweise belehrt, auch das kann ja in unserem Alter nicht schaden.

Hervorzuheben ist noch, dass wir Dank Silvia’s Fahrdienst wieder sicher in Paradiso angekommen sind. (Die meisten haben sich dann auch brav und wein-seelig ins Bett gelegt)

Unser Mitglied „Animal – Das Tier“ wird auf die Stufe Azubi zurück gestuft, da dieser Bericht nicht von Ihm eingebracht wurde!! Des Weiteren wird eine noch zu bestimmende Bestrafung (z.B. Ausrichtung eines Anlasses) auferlegt!

Impressionen:

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Männer am Herd – mit Fisch, Wein und Feuer…

Im April 2014 war der SFC Gast in Vaduz beim Weinhändler Amarela. Pavel Dürr, seines Zeichens Inhaber von amarela.ch und Gastgeber des Anlasses, liess uns zusammen mit dem Chefkoch, Damian Beck, vom Speiserestaurant Gasthaus zum Löwen www.gasthauszumloewen.li in Bendern einen ganzen Nachmittag lang in die Welt der Fisch-Gourmets eintauchen. Hautnah und aus nächster Nähe konnten wir in der gut temperierten Küche dem Spitzenkoch bei der Zubereitung von erlesenen Fischsorten über die Schultern gucken und mit offenem Munde darüber staunen, wie Damian virtuos und mitunter auch schon mal hinter hohen Stichflammen Fischsorten aus aller Welt zubereitete.

Die Speisekarte für diesen Nachmittag liest sich wie das Who-is-Who der gesamten „marinen Sea-Prominenz“: Den Auftakt machten die frischen Austern, gefolgt von südafrikanischen Scampi und Kanadischen Hummerschwänzen. Wer dachte, dass dies schon der Höhepunkt sei, irrte gewaltig. Denn nun war die Koch-Arena frei für den Neuseeländischen Sea Snapper und das Schwergewicht namens Thunfisch, aber auch die schottische Seezunge stand in Sachen Geschmack und Zartheit den anderen nicht nach. Aber Damian hatte noch ein Ass im Ärmel: den köstlichen Winterdorsch, der wegen seiner Wanderung von der Barentsee zu den Lofoten seines ausgezeichneten Fleisches wegen sehr begehrt ist. Den Abschluss aber machte der Loup de mer, der es sich nicht nehmen liess – allen Modischen Trends zum Trotz im – im Schalfrock (Salzteig) die Speisesaal zu “betretet”. Gross war die Freude, als ihm Damian im feierlichen Schlussakt mit dem Messer zu Leibe rückte…

Natürlich – und deswegen sind wir ja hauptsächlich gekommen – konnten wir zu all den köstlichen Fischgerichten immer auch den passenden Weisswein kosten. Aber hierzu braucht es einen Fachmann, der sich auskennt und die richtigen Weine empfielt. Wer könnte dies besser als Pavel! Und so kamen wir in den Genuss von verschiedenen portugiesischen und slawischen Weissweinen – allesamt aus seinem Sortiment – die nicht nur hervorragend zu den Fischgerichten passten, sondern auch sonst unvergleichlich gut mundeten.

Alles in allem war der Anlass ein absolutes Erlebnis-Highlight, wie es die meisten von uns kaum je erlebt hatten. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Pavel Dürr und seine liebe Frau Katharina. Dieser gelungene Anlass, der Bauch und Gaumen gleichermassen erfreute, wird für uns alle unvergesslich bleiben.

Für den SFC, Mr. Art-Y

 

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Belle Fleur Rouge

  • Name: Belle Fleur Rouge
  • Jahrgang: 2011
  • Traubensorte: Merlot
  • Weingut: Coteaux-du-libron (F)
  • Volumenprozent: 12.5%

Manchmal entpuppen sich auch geschenkte Weine als echte Perlen – in diesem Fall allerdings eher als “Blume”, wie der Name schon sagt. So ist mir das neulich passiert, als ein Freund von mir auf Besuch kam und die “schöne rote Blume” unter dem Arm hatte. Beim ersten Anblick dachte ich, dass es sich hierbei bestimmt um einen langweiligen Franzosen handelt – aber weit gefehlt. Der Tropfen ist es wert, näher betrachtet zu werden. Seine Herkunft ist das Weingebiet Coteaux-du-libron im Languedoc in Südfrankreich. Er überrascht schon beim ersten Schluck, denn er schmeckt für einen Franzosen ungewöhnlich lieblich und mit einem Hauch von Beerengeschmack. Man ist sich zunächst nicht sicher, ob man den Wein zum Essen oder doch lieber zum Nachtisch geniessen möchte. Der Wein gehört aber nicht in die Kategorie der Süssweine. Den Abgang lässt der geheimnisvolle Franzose beim ersten Schluck zunächst offen und man könnte dem Irrtum erlegen, dass er gar keinen hat. Erst mit der Zeit lässt uns die “Blume” ihren zarten und gemächlichen Abgang um Gaumen spüren. Mit seinen 2 ½ Jahren ist er gerade im richtigen Alter, um beispielsweise zu einem italienischen Pastagericht getrunken zu werden; und er sollte dabei mindestens eine Temperatur von 15 Grad Celius haben. Ein Wein, der übrigens auch Frauen ganz bestimmt munden würde. Vielleicht heisst er deshalb: Belle Fleur Rouge…

Für den SFC, Mr. Art-Y

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